Das Marinemuseum in Peenemünde

Das Marinemuseum in Peenemünde

Das Marinemuseum der 1. Flottille in Peenemünde
Auf der Insel Usedom gibt es seit ein paar Jahren eine neue maritime Attraktion… die mal wirklich was mit der Insel Usedom zu tun hat. Auf dem Gelände des ehemaligen Marinehafens entstand 2017 ein neues Museum. Es zeigt die Geschichte der 1. Flottille der Volksmarine der DDR sowie deren militärischen Standort.

Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung des Hafens Peenemünde von der Schwedenzeit bis zum heutigen Hafenbecken und führt durch die Entwicklung von der „Seepolizei der DDR“ bis hin zur Auflösung der „Volksmarine“.
Schwerpunktmäßig wird dabei die Geschichte der 1. Flottille mit allen ihr unterstellten Einheiten wie der Landungsschiffbrigade, Sicherungsbrigade, den Rückwärtigen Dienst u.a. gezeigt und ausführlich erklärt. Die jetzt schon sehr umfangreiche Sammlung ist bei weitem noch nicht komplett, die Themen, Inhalte und Exponate werden fortwährend erweitert und ausgetauscht, so dass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.

Der Marinestandort Peenemünde wurde nach der Wende noch von der Bundesmarine / Deutschen Marine bis 1996 benutzt und danach aufgelöst. Das komplette Gelände ist von einem Unternehmer aus Berlin erworben worden, in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Peenemünde – Geburtsort der Raumfahrt“ ist auf der Fläche des ehemaligen Verpflegung- und Ausrüstungslagers ein Gebäude errichtet worden, in das 2017 ein Marinemuseum integriert wurde.

Die Idee für das neue Museum wurde von den ehemaligen Angehörigen der Volksmarine, Dieter Pfeil und Hans Opitz 2015/16, ins Leben gerufen. Während der späteren Fertigstellung des Gebäudes trat der Förderverein mit der Bitte an die „Marinekameradschaft Peenemünde und Umgebung von 1991“ heran, das Museum inhaltlich auszurichten. Gemeinsam erarbeiteten die Mitglieder ein Konzept für das Marinemuseum der 1. Flottille in Peenemünde, sammelten jede Menge Material, wälzten Bücher und befragten viele ehemalige Marineangehörige der NVA.

Die Informationen wurden professionell aufgearbeitet und bieten den Museumsbesuchern heute in Form von großen Schautafeln die Möglichkeit, sich ausführlich zu informieren. In jeder Abteilung wurden Monitore installiert, um laufend wechselnde Dokumentationen mit historischen Filmsequenzen zu zeigen. Auch die MK Peenemünde konnte sich in Abstimmung mit dem Bauherrn und dem Förderverein eine Wand zur Darstellung ihrer Neugründung 1991 im Museum sichern. Der dem Museum angegliederte Vortragsraum rundet das Programm ab. Hier gibt es regelmäßig Vorträge über maritime Themen, Vorlesungen und Filmvorführungen.

Zum Museum gehört auch das Museumsschiff “Hans Beimler” im Hafenbecken direkt vorm Museum.
Diese Raketenkorvette vom Typ Tarantul ist das letzte schwimmende Schiff der einst stolzen DDR Volksmarine. Weitere Boote kann man noch im Original in Stralsund, Waren Müritz, Dresden und Hamburg besichtigen.

In einem Nebenraum befindet sich zur Zeit eine Ausstellung mit Blechspielzeug, diese Sammlung zählt zu den größten weltweit.
Desweiteren befindet sich dort die Segeljacht von Werner von Braun und eine Sammlung von Mühlen – Modellen aus Vorpommern wie man sie zum Teil noch im Original in Wolgast und auf der Insel Usedom bestaunen kann.

Die Öffnungszeiten des Museums sind täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Für Gruppen übernehmen Mitarbeiter auf Anmeldung gerne eine Führung durch das Museum und dem Museumsschiff.

http://www.xn--marinemuseum-peenemnde-bmc.de/

Text : Marinemuseum 1.Flottille / Kai Ottenbreit Fotos: Kai Ottenbreit

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