Die mythische Burgenwelt Vorpommerns

Längst verlassene Burgen, verfallene Türme, geheimnisvolle, Sagen umwitterte und magische Plätze…in ganz Vorpommern gibt es eine Menge geheimnisvoller Orte zu entdecken. Wir entführen Euch heute zur Ruine der Burg Landskron, auch als Veste Landskron bezeichnet.

Sie befindet sich im Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Niederungsburg liegt im Tal des Großen Landgrabens unmittelbar am Weg zwischen den Dörfern Janow und Wodarg.

Die Anlage besteht aus der östlich gelegenen Vorburg und der westlichen Hauptburg. Alle erhaltenen Gebäudeteile und Mauer bestehen überwiegend aus Feldstein, wobei Fensteröffnungen und Durchgänge in Backstein ausgeführt wurden.

Die Vorburg ist von einer bis 3 Meter hohen Mauer umgeben. Der Zugang erfolgte durch das an der Nordseite gelegene Torhaus. In der Öffnung im Obergeschoss über der relativ niedrigen Durchfahrt war die bereits erwähnte Steintafel befestigt. Auf dieser befanden sich, ähnlich wie auf der am Tor der Festung Spantekow erhaltenen Tafel, die Reliefbilder des ersten Burgherrn Ulrich II. von Schwerin und seiner Gattin Katharina von Waldenfels. Die Steintafel gilt seit Mitte des 20. Jahrhunderts als verschollen.

Westlich des Torhauses schließt sich ein wahrscheinlich zu Wohnzwecken genutztes Gebäude an. Hier waren möglicherweise die Wachleute untergebracht. Östlich am Torhaus befindet sich der ehemalige Marstall, in dessen Obergeschoss weitere Lagerräume untergebracht waren.

Im südlichen Teil der Vorburg, direkt gegenüber der Einfahrt, befindet sich die Ruine der Schlosskapelle. Die ehemals im Osten gelegene Gesindeküche musste im 19. Jahrhundert dem heute ebenfalls nicht mehr existierenden Burgkrug weichen. Auf den schwedischen Matrikelkarten vom Ende des 17. Jahrhunderts ist am westlichen Rand der Vorburg, gegenüber dem Zugang zur Hauptburg, ein viertes heute nicht mehr vorhandenes Gebäude eingezeichnet.

Die GESCHICHTE
Erbaut wurde die Burg von Ulrich II. von Schwerin, dem Sohn des pommerschen Großhofmeisters Ulrich von Schwerin, in den Jahren 1576 bis 1579. Die Benennung als Landskron soll den Unwillen des pommerschen Herzogs erregt haben. Eine Umbenennung in Lanzkron ist jedoch offensichtlich nicht erfolgt, da Ulrich II. auf einer Steintafel, die auf das Jahr 1586 datiert ist und ursprünglich über dem Tor platziert war, die Bezeichnung Landeskron führte.

Die GESCHICHTE
Erbaut wurde die Burg von Ulrich II. von Schwerin, dem Sohn des pommerschen Großhofmeisters Ulrich von Schwerin, in den Jahren 1576 bis 1579. Die Benennung als Landskron soll den Unwillen des pommerschen Herzogs erregt haben. Eine Umbenennung in Lanzkron ist jedoch offensichtlich nicht erfolgt, da Ulrich II. auf einer Steintafel, die auf das Jahr 1586 datiert ist und ursprünglich über dem Tor platziert war, die Bezeichnung Landeskron führte.

Im weiteren Verlauf fand die Burg selten Erwähnung in historischen Aufzeichnungen. Bekannt ist, dass sie nach dem Tod Ulrichs II. in den Besitz seines Sohnes Georg Ernst von Schwerin kam. Dessen Sohn Ulrich Wigand von Schwerin starb 1651 ohne Erben.
Um 1668 war die Burg offenbar noch bewohnt, da im Ivener Kirchenbuch die Geburt eines Sohnes des Jürgen von Pentz auf Landskron verzeichnet ist. Spätestens 1683 hatte die Familie von Pentz die Burg aufgegeben und sich in Neuendorf niedergelassen. Ob die Ereignisse des auch diese Landschaft berührenden Schwedisch-Brandenburgischen Krieges von 1674 bis 1679 Einfluss darauf hatten, ist nicht bekannt. Die nach nicht einmal 100-jährigem Bestehen unbewohnbare Burg geriet in die Hände der Gläubiger des Herrn von Pentz.

Quelle: Wikipedia
Von Erell, CC BY-SA 3.0, 
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5271719

 

Text/Fotos: Vorpommern Magazin Online Redaktion/ Kai Ottenbreit

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